Der gesunde Menschenverstand ist häufig der beste Verkehrsschutz
Es versteht sich, dass es auch hin und wieder höhere Gewalt gibt. Die Unausweichlichkeit des Schicksals, das nicht abwendbar ist, sondern dessen Auswirkungen man allenfalls manipulieren kann. Oft aber reicht es schon aus, sich einfach nicht vollkommen blödsinnig zu verhalten.
Na, klar, es gibt nicht eben wenige Situationen, in denen die fortgeschrittene Sicherheits-Technologie für Automobile einem den Allerwertesten retten kann – oder vielleicht sogar das Leben. Wenn man zum Beispiel eine Böschung hinab rast, wenn man mit anderen Verkehrsteilnehmern kollidiert, man die Kontrolle über das Fahzeug verliert, oder jemand anders die Straßen im wahrsten Sinne des Wortes unsicher macht und man spontan reagieren muss (was alles hoffentlich niemals eintritt). Doch häufig genug lassen sich kleinere wie größere Unfälle vermeiden, indem man einfach mal den eigenen Kopf benutzt, beziehungsweise einfach darauf achtet, dass man den eigenen Kopf nicht nicht nutzt – der berüchtigte gesunde Menschenverstand ist eines der wichtigsten Güter im täglichen Leben und somit auch im Straßenverkehr – der ja schließlich vieler Menschen täglich Brot ist.
Gesundheit für alle
Gesundheit ist laut Umfragen eines der allerwichtigsten Güter der Menschen, und so sehr man in mancherlei Punkten darüber streiten kann, was jetzt Gesundheit genau ist, so besteht ja doch einigermaßen Einigkeit darüber, dass quasi niemand auf seine körperliche Unversehrtheit verzichten mag. Es gibt natürlich auch dumme und intolerante Menschen, die jede Abweichung von einer wie auch immer sich konstituierenden Norm am liebsten für krankhaft erklären würden. Aber das nimmt glücklicherweise immer mehr ab, zumindest in städtischen Gefilden – und auf dem Lande, Internet sei dank, vielleicht auch ein bisschen mehr. Aber Dummheit, Intoleranz und Gesundheit korrespondieren auch noch auf andere Weise: wer sich im Straßenverkehr dumm und intolerant benimmt, riskiert die eigene Gesundheit und die anderer. Zum Beispiel, wenn man seine gute Kinderstube vergisst.
Kind, wo bleiben denn deine Manieren?
Klar, wir sind alle erwachsen. Und können im Bett Chips essen, soviel Cola trinken, wie wir wollen, fernsehen, solange wir Lust haben (oder noch länger) und bis in die Nacht mit unseren Freunden spielen. Und all die Dinge tun, die unsere Eltern nicht stolz machen würden. Aber manche davon würden nicht nur unsere Eltern nicht stolz machen, sondern sind auch einfach grob fahrlässig.
Man denke nur an die Entscheidung nach ein paar Drinks noch Auto fahren zu können. Die Gefahr für Leib und Leben, die von einer solchen Selbstüberschätzung – die sich aber natürlich immer richtig anfühlt, sonst würde man sich selbst ja gar nicht überschätzen – ausgeht, ist nicht zu unterschätzen: man stelle sich nur vor, man sei einen Sekundenbruchteil unaufmerksam, ramme den Wagen einer Familie, die gerade aus dem Sommerurlaub zurückkommt und sich aufs Bett freut, nun aber unverhofft eine unterirdische Ruhestatt findet. Das würde man sich niemals auch nur ansatzweise verzeihen. Für Vernunft gibt’s kein Leasing, man muss sie stets und vollends innehaben, wenn man sich dafür entscheidet, am Straßenverkehr in so einem mächtigen und in den falschen Händen ernstlich gefährlichen Gefährt wie einem Automobil teilzunehmen.