Rennstall McLaren
Den britischen Rennstall McLaren kennt wohl jeder Motorsportfan. Spätestens seit den 1990er Jahren als Michael Schuhmacher im Ferrari ständig gegen Mika Häkkinen im McLaren um den ersten Platz kämpfte, dürften auch weniger Motorsportbegeisterte das englische Team kennen. Wir wollen uns mit der Geschichte des Traditionsteams einmal näher beschäftigen und die wichtigsten Daten und Fakten zusammenfassen.
Geschichte von McLaren
McLaren wurde im Jahre 1965 vom Neuseeländer Bruce McLaren gegründet. McLaren war selbst Rennfahrer, einer seiner größten Erfolge war das Erringen des Vizeweltmeistertitels der Formel 1 im Jahre 1960. Die Autos waren damals im Vergleich zu heute noch eher einfach gestrickt, so dass man sie theoretisch auch in einer kleinen Werkstatt Augsburg hätte reparieren können. Den ersten Sieg für das damals noch junge Rennteam holte Bruce McLaren selbst, und zwar im Jahre 1968 im belgischen Spa. Im selben Jahr holte sein Teamkollege Dennis Hulme einen Titel, der im Jahr 1967 mit dem Brabham Team Formel 1 Weltmeister wurde.
In den 1970ern war McLaren unter dem Namen Yardley-McLaren bekannt, der damalige Hauptsponsor war die Kosmetikfirma Yardley-London. Die Zusammenarbeit hielt jedoch nicht lange, bald wurde Yardley von Marlboro als Hauptsponsor abgelöst. Die Lackierung der Boliden wurde auch aufgrund von Marlboro in Rot-Weiß umgeändert – dies wurde bis in die frühen 1990er beibehalten. Im Jahr 1974 gewann erstmals ein McLaren Pilot die Weltmeisterschaft, und zwar niemand geringerer als Emerson Fittipaldi, der seinen ersten WM-Titel im McLaren holte. Im Jahr 1976 holte schließlich James Hunt den Titel für das britische Team. In den frühen 1980ern konnte McLaren anfangs keine Erfolge verzeichnen, bis Ron Dennis das Team aufkaufte und mit seinem damaligen Team „Project 4“ vereinte. Seitdem werden auch alle Formel 1 Boliden fachintern als MP4 bezeichnet. Inzwischen ist das Mclaren Formel 1 Team eine Tochterfirma der McLaren Group und hat wie der gesamte Konzern seinen Sitz im McLaren Technologie Center in Woking, Großbritannien.
In den Jahren 1984 bis 1986 fuhren spätere Motorsportlegenden wie Alain Prost oder Niki Lauda für McLaren und holten in diesen Jahren auch den Titel – Lauda in den Jahren 1984 und 1985, Prost im Jahr 1986. In den Jahren 1988 und 1989 fuhren die Motorsportlegenden Ayrton Senna und Alain Prost gemeinsam für McLaren, die beiden gewannen alleine im Jahr 1988 15 von 16 WM Rennen. Ayrton Senna wurde im Jahr 1988 auch zum ersten Mal Weltmeister mit McLaren, Alain Prost schaffte es im Jahr 1989 den Title für die Briten zu holen. In den 1990ern und frühen Jahren des 21. Jahrhunderts kam es, wie schon eingangs erwähnt, zum Konkurrenzkampf zwischen Ferrari und McLaren: in den Jahren 1998 und 1999 holte Mika Häkkinen den Titel, 2003 wurde Kimi Räikkönen Vizeweltmeister. Im Jahr 2007 schaffte es Räikkönen schließlich nach einer spannenden Saison mit nur einem Punkt Vorsprung die WM zu gewinnen. Den bislang letzten Titel für McLaren holte Lewis Hamilton im Jahre 2008.