Pirelli neuer Reifenlieferant der Formel 1 und GP2 Serie
In dieser Saison ist Michelin noch der alleinige Reifenlieferant der Formel 1, doch ab der Saison 2011 könnte sich dies ändern. So wie es im Moment aussieht, hat Pirelli die heißbegehrte Erlaubnis erhalten, ab 2011 die Formel 1 und die GP2 mit Reifen zu beliefern.
In der Formel 1 ändert sich alle paar Jahre der Reifelieferant. Während es in den 1990ern noch Goodyear war, wurde das Unternehmen zwischenzeitlich von Bridgestone oder Michelin abgelöst. Diesmal wird wahrscheinlich Pirelli zum Zug kommen. Das 1872 von Giovanni Pirelli in Mailand als Gummiwarenfabrik gegründete Unternehmen wurde im Laufe der Jahre zu einem Weltmarktführer für Reifen, und war zwischenzeitlich auch der größte europäische Produzent von Telekommunikationskabeln. Die Telekommunikationssparte wurde allerdings im Jahr 2005 verkauft, um sich wieder voll auf den Reifenmarkt konzentrieren zu können.
Pirelli hat auch schon angekündigt, Veränderungen an den Formel 1 und GP2 Reifen vorzunehmen, so sollen beispielsweise die Dimensionen vergrößert werden, und man denkt langfristig auch an die Möglichkeit, die Reifen erheblich zu vergrößern oder unterschiedliche Dimensionen für Vorder- und Hinterreifen zu liefern. Doch diese Veränderungen wird Pirelli wohl erst nach 2011 in Angriff nehmen können, die Teams könnten die Autos nicht so schnell modifizieren.
Größere Reifen in Planung
Das Unternehmen Pirelli, das im Motorsportsektor bis jetzt vor allem im Bereich Supersportwagen Erfahrung gesammelt hat, denkt beispielsweise an die Möglichkeit, die Reifengröße auf bis zu 19 oder gar 20 Zoll zu erhöhen. Auch bei vielen Formel 1 Piloten stoßen diese Vorschläge auf Zustimmung. So meinte kürzlich erst der ehemalige F1 Pilot und Weltmeister, Jaques Villeneuve: „Die Formel 1 sei inzwischen langweilig geworden, die Autos müssten wieder wie richtige Monster aussehen, so wie in der Vergangenheit.“ Richtig große Veränderungen werden wohl erst ab 2013 möglich sein, denn ab dieser Saison wird das Reglement stark verändert, die Formel 1 soll ein Vorbild in Sachen Umweltschutz und ökonomischem Einsatz von Ressourcen werden.
So sollen ab 2013 auch in großem Maße neuartige Technologien zum Einsatz kommen, wie beispielsweise das in der Vergangenheit schon getestete KERS-System zur Energierückgewinnung, auch die Turbo-Motoren sollen umweltfreundlicher und effizienter arbeiten. Pirelli hält dies für den richtigen Weg und will die Königsklasse des Motorsports in dieser Hinsicht auch unterstützen, etwa mit Reifen, die dabei helfen sollen, die F1 und GP2 Boliden umweltfreundlicher und trotzdem leistungsfähiger als heute zu machen. Ähnlich wie bei modernen Prinzipien zum Diät halten beziehungsweise Abnehmen, soll die Formel 1 und GP2 künftig keine Einbußen in Bezug auf High-Speed und High Tech haben, aber trotzdem natürliche Ressourcen schonen und erhalten.