Die Rückrufaktionen gehen weiter
Toyota scheint nicht aus der Pannenserie heraus zu kommen. Nun musste der Autohersteller erneut mehrere hunderttausend Autos zurückrufen. Betroffen ist diesmal der Mini-Van des Modells Sienna mit den Baujahren von 1998 bis 2010. Diese Autos würden häufig Korrosionsprobleme aufweisen, aus dem Grund sollen die Fahrer in den USA und Kanada so schnell wie möglich eine Werkstatt aufsuchen. Ob die Rückrufaktion nun auch auf Deutschland ausgeweitet werden soll, ist noch nicht bekannt.
Fahrzeugprobleme
Die Gefahr, die nun von diesen Fahrzeugen ausgeht ist, dass der Draht, der das Ersatzrad befestigt durchrosten könnte, wenn er über längere Zeit mit Streusalz in Kontak gekommen sei. Das Ersatzrad würde sich im schlimmsten Fall lösen und durch das Herunterfallen nachfolgende Autos schwer gefährden.
In letzter Zeit machte Toyota immer wieder mit Negativschlagzeilen von sich reden. Viele Modelle wiesen Probleme mit Brems- und Gaspedal auf, zum Teil funktionierten die Ölschläuche nicht richtig oder die Tanknadel zeigte nicht richtig an.
Die Zahl der zurückgerufenen Autos hat bereits die Marke von acht Millionen geknackt , nun kommen noch 600.000 Autos des Typs Sienna in den USA, 270.000 Autos in Kanada hinzu. Auch ein Geländewagen der Luxusmarke Lexus musste bereits wieder in die Werkstatt gerufen werden, zudem wurde die Produktion gestoppt. Bei hohen Geschwindigkeiten bestand die Gefahr, dass sich die Fahrzeuge überschlagen.
Seit Herbst 2009 nehmen die Hiobsbotschaften von Toyota kein Ende. Nun drohen dem japanischen Autohersteller millionenschwere Sammel- und Schadenersatzklagen, zudem starben 52 Leute auf Grund von defekten Fahrzeugen im Straßenverkehr, die meisten davon sind darauf zurückzuführen, dass das Fahrzeug eigenständig beschleunigte.
Mittlerweile sollen die Hälfte der in die Werkstatt gerufenen Fälle auch bereits bearbeitet worden sein, so wie beispielsweise in der Werkstatt Haas. Wer sich unsicher ist, ob auch das eigene Auto betroffen ist, sollte sich aktuelle Pressemitteilungen durchlesen sowie sich bei Toyota selbst informieren. Auch bei anderen, plötzlichen Veränderungen in der Fahrweise des Autos, die wie aus heiterem Himmel auftreten, ist Vorsicht geboten. Ein Gutachter kann beurteilen, ob dies mit normalen Verschleißerscheinungen oder tatsächlichen Herstellungsfehlern einhergeht.
Toyota selbst wird Schwierigkeiten haben, wieder den erlangten Marktstatus zu verlangen. Vom Platz eins der meistgekauften Automarke in Amerika musste das Unternehmen schon abrücken und fiel auf Platz fünf. Der schlechte Ruf eilt dem japanischen Autohersteller nun voraus. Was passieren muss, damit die Kunden wieder Vertrauen in die bislang defekten Modelle haben, ist nicht bekannt. Eine Imagekampagne kann mit Sicherheit nicht schaden und auch eine offizielle Entschuldigung und Entschädigung für betroffene Verbraucher wäre angebracht.