Der Ausbildungsberuf Kfz-Mechatroniker

Der heutige Beruf des Kfz-Mechatronikers bzw. Automobil-Mechatroniker ist eine neuere Bezeichnung für den früheren Beruf Automechaniker. Der Name für diesen Ausbildungsberuf wurde geändert, damit er dem modernen Berufsbild gerecht wird. Im Mai 2001 erfolgte die Namensänderung.
Zu diesem Zeitpunkt entstand der Kfz-Mechatroniker aus den Berufen Kfz-Mechaniker, Kfz-Elektriker und Automobilmechaniker. Es wurde mit der Änderung der Berufsbezeichnung auf den Wandel der Anforderungen im Handwerk der Kraftfahrzeugtechnik reagiert. Es ist nicht der einzige Beruf, bei dem eine derartige Namensänderung vollzogen wurde. Dennoch wird es wohl noch einige Jahre dauern, bis sich die neue Bezeichnung in der Gesellschaft durchgesetzt hat

Die mechatronischen Systeme in Fahrzeugen werden immer komplexer. Die Aufgabe von Kfz-Mechatronikern besteht darin, in diesen Systemen mögliche Fehlerquellen aufzuspüren, sie wieder in Stand zu setzen und für die Betriebssicherheit von modernen Kraftfahrzeugen zu sorgen. In nicht nur in der Werkstatt und im Handel gehört es zum Aufgabengebiet eines Kfz-Mechtronikers, Fahrzeuge zu warten und instand zu halten, sondern auch in Unternehmen, die über einen eigenen Fuhrpark verfügen. Des Weiteren gehört zu den Aufgaben eines Kfz-Mechatronikers, Fahrzeuge nach zu rüsten.

Kraftfahrzeugmechatroniker ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BbiG) und nach der Handwerksordnung (HwO). Der Ablauf der Ausbildung ist bundesweit einheitlich geregelt. Es handelt sich um eine duale Ausbildung, die insgesamt 3 ½ Jahre dauert. Bei der Teilnahme an einem Einstiegstqualifizierungsjahr (EQJ Programm) auf 30 Monate verkürzt werden. Prinzipiell ist die Ausbildung in jedem Betrieb des Kfz-Gewerbes möglich, welcher vormals auch Kfz-Mechaniker, Automechaniker oder Kfz-Elektriker ausgebildet hat – von kleineren Autowerkstätten bis hin zur Werkstatt Carfit. Darüber hinaus kann der Beruf ebenfalls in den Abteilungen deutscher Automobilhersteller und Autoimporteure gelernt werden, die für die Ausbildung von Fachkräften in der Automobilbranche tätig sind. Zusätzlich zur Ausbildung muss eine so genannte gestreckte Gesellenprüfung abgelegt werden. Bei dieser Prüfungsform fällt die in vielen Berufsausbildung geforderte klassischen Zwischenprüfung weg. Wer sich für diesen Ausbildungsberuf entscheidet, der sollte sich zuerst bei örtlichen Betrieben. Eine gute Möglichkeit ist ebenfalls, vor der Bewerbung bereits ein Praktikum in der Werkstatt zu absolvieren. So kann man erste praktische Erfahrungen sammeln und austesten, ob einem der Beruf gefällt.

Ist die Gesellenprüfung erfolgreich bestanden, dann erhält der Auszubildende die Zulassung für den Besuch einer Meisterschule. Hat ein Kfz-Mechatroniker die Meisterschule erfolgreich absolviert, dann hat er die Möglichkeit, sich mit seinem Meisterbrief selbstständig zu machen und ein eigenes Unternehmen zu gründen. Nach sechs Jahren durchgängiger Tätigkeit als Geselle, von der vier Jahre in einer leitenden Position verbracht werden müssen, kann ebenfalls ein derartiger beruflicher Werdegang eingeschlagen werden.

Der Beitrag wurde am Dienstag, den 13. April 2010 um 12:30 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
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