Weniger Rabatte für Neuwagen

Offensichtlich deutet sich bei den deutschen Autoherstellern eine Beruhigung der Rabattschlacht an. Einem Experten zufolge sind die sinkenden Preisnachlässe beim Autokauf im Internet. Die Rabatte, die Autovermittler im Internet gewähren, sind nicht mehr ganz so hoch wie noch vor ein paar Monaten. Damit müssen die Autokäufer wohl wieder stärker und härter mit den Händlern verhandeln. Ferdinand Dudenhöffer ist als Wissenschaftler auf den Automarkt spezialisiert und teilte mit, dass dies ein Anzeichen dafür sei, dass die wichtigen Autobauer versuchen, den Kampf um den Preis auf dem Automarkt zu beruhigen.

Rabatte sinken

Wer einen Autokauf für einen individuell ausgestatteten Neuwagen bei einem Internetvermittler durchführt, der erhält im April durchschnittlich einen Preisnachlass von 15,7 Prozent. Der Durchschnittsrabatt im März betrug noch 16,9 Prozent. Der Grund für den Rückgang ist bei Volkswagen zu suchen und zu finden. Für den Golf von Volkswagen gibt es nun einen geringeren Rabatt, da die vom Hersteller angesetzte Prämienaktion für die Händler auslief. Dies bedeutet, dass die Rabatte die im Internet für den Golf angesetzt wurden von 20,5 Prozent auf 14,9 Prozent fallen.
Auch bei Ford seien Rückgänge der Internetrabatte zu verzeichnen, erklärte Dudenhöffer weiter. Doch während Ford und VW auf dem deutschen Markt im Bereich des Kampfes der Rabatte versuchen Ruhe einkehren zu lassen, steigen die Nachlässe bei Opel weiter. Mittlerweile ist der Opel Corsa im Angebot der Vermittler mit einem Durchschnittsrabatt von 21,6 Prozent und der Opel Astra mit durchschnittlich 19,4 Prozent.

Internetrabatte als Indikator

Laut Dudenhöffers Meinung sind es die Internetvermittler, die die höchsten Rabatte für Neuwagen einräumen. Dabei steht hinter jedem Vermittlungsvertrag ein deutscher Markenhändler. Weiter ist er der Ansicht, dass die Rabatte im Internet als Indikator für die gesamte Rabattentwicklung auf dem Automobilmarkt fungieren. Bei den Händlern in der Nähe lägen die Nachlässe deutlich unter denen im Internet, sagt der Experte. Das Internet gewinnt damit im stärker an Bedeutung für den Kauf von Autos.
Audi ist zur Zeit der Premiumhersteller auf dem Markt mit den höchsten Rabatten. Der Audi A3 wird derzeit bei den Vermittlern im Netz mit einem Nachlass von 15,8 Prozent angeboten. Damit sind dies annähernd zwei Prozentpunkte weniger als beim 1er von BMW und knapp sechs Prozentpunkte mehr als bei der A-Klasse von Mercedes. Mit dem aktuellen Prozentsatz übersteigt der A3 ebenfalls den Durchschnittsrabatt des VW Golf um knapp einen Prozent. Dudenhöffer erklärt weiter, dass Mercedes aufgrund seines Vertriebssystems zur Zeit die geringsten Rabatte vorzuweisen hat. Damit versuche der Konzern die wichtige Wertstabilität ihrer Fahrzeuge zu untermauern.

Der Beitrag wurde am Freitag, den 09. April 2010 um 11:58 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
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