Zeit für einen Reifenwechsel
Nun ist es wieder soweit: draußen beginnt es zu grünen und blühen, die Tage werden länger und die Temperaturen steigen auf angenehme Werte. Nun sind die dunklen eisigen Wintermonate vorbei und es beginnt die frostfreie Zeit auf Deutschlands Straßen. Autofahrer sollten nun ihre Winterreifen gegen den Witterungsbedingungen angemessenere Sommerreifen eintauschen. Einige hilfreiche Tipps können nützlich sein, damit sich der Reifenwechsel schnell und einfach erledigen lässt.
Es ist empfehlenswert, die Reifen seines Autos den entsprechenden Jahreszeiten anzupassen. Die Gummimischungen von Winter- und Sommerreifen sind in Hinblick auf die jeweiligen Witterungsbedingungen in diesen Jahreszeiten optimiert. Sie entfalten ihre besten Haftwerte in unterschiedlichen Temperaturbereichen. So eignen sich Winterreifen am besten bei Temperaturen von unter minus zehn Grad Celsius. Hingegen entwickeln Sommerreifen ihre optimale Haftung bei Temperaturen über fünf Grad Celsius. Ein Reifenwechsel ist den Jahreszeiten entsprechend deshalb ratsam und erhöht in vielen Fällen die Sicherheit im Straßenverkehr. Denn die Auswirkungen der Temperaturen auf die Bremsleistung unterschiedlicher Reifen sind nicht zu unterschätzen. Ein durchschnittlicher Sommerreifen braucht auf trockener Straße rund 24 Meter, um zum stehen zu kommen. Ein Winterreifen kommt bei gleichen Bedingungen jedoch erst nach circa 33 Metern zum Stillstand.
Was beim Wechsel beachtet werden sollte
Vor der Montage der Sommerreifen ist es ratsam, ihren Zustand und ihr Profil zu überprüfen. Erlaubt ist laut Gesetzgebung ein Reifenprofil von bis zu 1,6 Millimetern Tiefe. Überprüft werden sollten die Reifen auf Risse, Beulen oder Einstiche. Vollständig funktionstüchtige Reifen sollten zudem laut Experten nicht älter als sechs Jahre sein. Das Alter seiner Reifen kann jeder ganz einfach selbst herausfinden. An der Reifenflanke befindet sich eine vierstellige DOT-Nummer. Beispielsweise bedeutet die Nummer 4207, dass der Reifen in der 42. Kalenderwoche des Jahres 2007 hergestellt wurde. Reifen mit dreistelliger DOT-Nummer sollten schnell ausgemustert werden, denn sie stammen noch aus den 1990er Jahren.
Bei der Montage sollte die besseren Reifen auf der Hinterachsel angebracht werden, da dies die Fahrstabilität optimiert, besonders auf nasser Fahrbahn. Experten empfehlen, die Reifen alle 10.000 Kilometer achsenweise zu tauschen, da sie so gleichmäßig abgenutzt werden und keine Unterschiede in der Profiltiefe zwischen den Vorder- und Hinterreifen entstehen.
Lagerung der Winterreifen
Es wird empfohlen, in der Zeit von Ostern bis Oktober mit Sommerreifen zu fahren. Während dieser Zeit sollten die abmontierten Winterreifen an einem kühlen, trockenen und möglichst dunklen Ort gelagert werden. Kompletträder (Reifen mit Felgen) sollten am besten im Liegen gelagert oder einzeln an speziellen Wandhaken senkrecht aufgehängt werden. Zu viel Wärme und direkte Sonneneinstrahlung sollten vermieden werden, um die Reifen während der Lagerung nicht zu beschädigen. Wer keinen eigenen Lagerraum zur Verfügung hat, der kann seine Winterreifen auch gegen eine Gebühr in einer Werkstatt lagern. Vor der Beauftragung lohnt es sich, verschiedene Angebote bei unterschiedlichen Kfz-Werkstätten einzuholen.
Die Sicherheit im Straßenverkehr geht uns alle was an. Es sollte noch viel mehr über die Risiken von alten Reifen aufgeklärt werden!